Dienstag, Mai 27, 2003

Delta Method

Die haben es einfach drauf, die Angelsachsen. So lakonisch kann man das auf Deutsch nie formulieren:

There are primarily two problems with software: it doesn’t work, or it doesn’t work for the user.


Eine ganze Website über die Delta-Methode, angewandt auf das Thema Software-Entwicklung.

Die Zeit 21 / 2003 - Drösser/Hamann: Die Jobs-Maschine

Eine schöne Zusammenfassung der iTunes-Geschichte. Und am Rande ein interessanter Verweis auf ein Geheim-Geheimprojekt der deutschen Musikindustrie:

Weil Kopieren eben doch geht, sehen Branchenvertreter das Apple-Angebot mit gemischten Gefühlen. Gerd Gebhardt, Vorsitzender des deutschen Phonoverbands, nennt es „einen guten Kompromiss. Und dieses Wort besagt ja, dass es kein Optimum ist.“ Thomas Hesse von der Bertelsmann Music Group drückt die ambivalente Haltung so aus: „Der Vertrag mit Apple ist befristet. Man muss im ersten Jahr sehen, wie erfolgreich der Music Store ist und wie die Käufer später mit den Stücken umgehen.“ Auf mittlere Sicht müsse man die Lücken im Kopierschutz schließen. Ganz auf dieser Linie liegt das noch unter Verschluss gehaltene Online-Projekt der deutschen Musikbranche, das sie gemeinsam mit Siemens sowie der Deutschen Telekom entwickelt und in zwei Monaten ins Netz bringen will.

Reuters: Experten sehen kaum großen Umsatz bei Online-Bezahl-Angeboten

Paid Content weiter auf dem Nebengleis. Und ein frank und frei zugegebener Mangel an Strategie:

Bei der Preisgestaltung ihrer Internet-Angebote folgten die Verlage noch keiner Strategie, sondern entschieden das oft aus dem Bauch heraus, wie Tomorrow-Focus-Chef Bueroße zugab. Dabei gebe es auch Beispiele für eine geringe Preissensibilität der Kunden. So habe Tomorrow Focus die Preise für den Zugang zu einer Datenbank über anstehende Zwangsversteigerungen in Deutschland oder für die Berechnung der Unterhaltszahlungspflicht im Scheidungsfall jeweils verdoppelt, ohne einen Rückgang der Nutzung festzustellen.

Freitag, Mai 23, 2003

WebOutliner and Other New Tools


Die BlogTalk-Konferenz ist wohl die am besten per Blogging zu verfolgende Konferenz. :) Hier ein auf den ersten Blick sehr spannendes Werkzeug.


Mittwoch, Mai 21, 2003

Doch eher Visio statt PowerPoint


Rainer Volz zitiert Phil Wainwright, der vor einiger Zeit darüber nachdachte, warum es (noch) nicht möglich ist, Anwendungen - speziell Geschäftsprozesse - in so leicht benutzbaren und anschaulichen Anwendungen wie MS PowerPoint zu kreieren:


So tell me, why can't I write applications in PowerPoint? You may think I'm joking, but I'm deadly serious. PowerPoint slideshows are the most structured documents in the Office suite, and if you add XML behind them, is it so absurd to imagine business managers using PowerPoint to assemble and modify business processes within composite applications? Maybe not right now, but as crazy as it may have sounded a few short months ago, it's already edging within the bounds of possibility. Give it a year or two, and this apparently ridiculous notion may well have become something we'll all be taking for granted.

Volz dann weiter:
Im Augenblick scheinen wir uns aber noch auf der Ebene von MS Visio zu bewegen. Soweit ich das kenne, wird Visio typischerweise von Leuten unterhalb der Management-Ebene benutzt.

Gebrauchstauglichkeit im Management = kinderleicht zu bedienen. :)

Montag, Mai 12, 2003

Die Frankfurter Rundschau würdigt ausführlich McK Wissen aus dem Hause Brand Eins und zitiert die Chefredakteurin Susanne Risch:

Für mich ist Werbung und guter Journalismus kein Widerspruch. Für uns schreiben inzwischen freie Kollegen aus der Süddeutschen Zeitung, der Neuen Zürcher Zeitung und anderen renommierten Blättern, was eine Bestätigung für meinen Ansatz ist. Einen Trend, beim Corporate-Publishing Zuflucht vor der Medienkrise zu suchen, sehe ich nicht. Meine These ist, dass Autoren sich einfach für gut gemachte Blätter interessieren."


Gut gemacht ist das Blatt jedenfalls. Der Freiverteiler umfasst 40.000 Adressen, am Kiosk sind 15 Euro fällig. Für McKinsey dürfte sich das Vorhaben in jedem Falle rechnen - es zahlt voll auf die Marke ein und kostet sehr viel weniger als klassische Werbung mit vergleichbarer Wirkung kosten würde.