Mittwoch, September 14, 2005

Kampfhund statt Rassedackel

Die FAZ Frank Schirrmacher verbringt einen Tag mit Paul Kirchhof, dem vielgescholtenen Professor aus Heidelberg, und findet ein treffendes Bild für die katastrophale Kommunikationsleistung der schwarzen Wahlkampfabteilung.
Die CDU selbst tut in weiten Teilen so, als entwickele Kirchhof im weißen Kittel Medikamente in der Forschungsabteilung, die zwar vielversprechend seien, aber viel zu gefährlich, als daß auf ihre Zulassung zu hoffen wäe. Er selbst erlebt die Angriffe mit der bodenlosen Verblüffung eines Hundebesitzers, der für seinen mit Finderlohn gesuchten entlaufenen Rassedackel einen fetten, stinkenden und gemeingefährlichen Kampfhund zurückerhält. "Das ist nicht mein Konzept", sagt er oft an diesem Tag, und auch: "Das bin nicht nicht". Daß sein Konzept bekämpft wird, hat er erwartet. Daß es ihm innerhalb von achtundvierzig Stunden entführt, zugerichtet und schließlich als Karikatur wieder auf ihn losgelassen wird, damit hat er nicht gerechnet.[FAZ]

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